Fettleber

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Was ist eine Fettleber?

Bei einer Fettleber lagern sich in den Leberzellen so genannte Neutralfette ab. Wenn mindestens die Hälfte der Zellen betroffen ist, spricht man von einer Fettleber. Wenn weniger als 50 Prozent der Zellen betroffen sind, diagnostiziert der Arzt eine verfettete Leber.
Etwa 20-40 Prozent der Menschen in den Industrieländern sind von einer Fettleber betroffen.

Was sind die Ursachen einer Fettleber?

Eine Fettleber entsteht, wenn die Zufuhr von Fetten höher ist als ihr Abbau. Die Ursachen hierfür sind meist übermäßiger Alkoholgenuss, Fettsucht, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes mellitus. Manchmal sind auch Medikamente oder Gifte für die Ausbildung einer Fettleber verantwortlich. Eine Mangelernährung mit sehr wenig Eiweiß kann ebenfalls eine Fettleber hervorrufen.
Eine Sonderform ist die schwangerschaftsbedingte Fettleber. Sie tritt manchmal im letzten Drittel einer Schwangerschaft aus bisher unbekannten Gründen auf.

Was sind die Symptome einer Fettleber?

Die Symptome einer Fettleber sind stark vom Grad der Verfettung abhängig. Viele Patienten bemerken gar keine Symptome oder spüren nur ein leichtes Druckgefühl im rechten Oberbauch. Es kann aber auch zu starken Bauchschmerzen kommen. Diese sind meist ein Zeichen dafür, dass die Fettleber schon weit fortgeschritten ist.

Wie wird eine Fettleber diagnostiziert?

Häufig kann der Arzt die vergrößerte Leber schon durch die Bauchwand hindurch ertasten. Klarheit über das Vorliegen einer Fettleber bringen eine Ultraschalluntersuchung, die Kontrolle der Leberwerte und manchmal auch eine Leberpunktion, bei der Gewebe aus der Leber entnommen wird.

Wie verläuft die Therapie bei einer Fettleber?

Es gibt keine spezielle Therapie der Fettleber. Eine Behandlung hängt von den auslösenden Faktoren ab. Bei einer durch Alkoholismus bedingten Fettleber sollte sofort auf Alkohol verzichtet werden. Ist die Fettleber durch Fettsucht bedingt, ist eine Ernährungsumstellung unabdingbar. Wenn bestimmte Medikamente oder Gifte der Grund für die Ausbildung der Fettleber waren, sollten sie ganz vermieden werden. Diabetiker sollten darauf achten, dass ihr Blutzucker gut eingestellt ist.
Außerdem sollte man auf eine Ernährung achten, die die Leber schont. Alkohol und zuviel Fett belasten die Leber und wirken der Heilung entgegen. Eine gute unterstützende Maßnahme zur Therapie ist die Einnahme des natürlichen Heilmittels Mariendistel. Es schützt die Leber und sorgt für eine rasche Regeneration.

Wie verläuft eine Fettleber?

Wenn die auslösenden Symptome beseitigt werden, heilt die Fettleber in der Regel völlig aus, und die Leber regeneriert sich. Wird bei einer durch Alkohol bedingten Fettleber weiter Alkohol getrunken, kann der Patient an einer Fettleberhepatitis erkranken. Das Risiko, eine Fettleberhepatitis auszubilden, beträgt bei fortgesetztem Alkoholkonsum etwa 10-30 Prozent. Selten kommt auch die nicht-alkoholisch bedingte Fettleberhepatitis vor.

Wie kann man einer Fettleber vorbeugen?

Der häufigste Grund für die Ausbildung einer Fettleber ist Alkohol. Man sollte daher mit Alkohol sehr vorsichtig umgehen und ihn nicht zu häufig oder in großen Mengen zu sich nehmen. Ernährungswissenschaftler empfehlen, eine Dosis von nicht mehr als 20g Alkohol für Männer und 10g für Frauen pro Tag nicht zu überschreiten. 0,33l Bier enthalten etwa 13g Alkohol, 0,2l Wein 18g.
Eine ausgewogene, fettarme Ernährung beugt der Entstehung einer Fettleber ebenfalls vor. Diabetes mellitus-Patienten sollten darauf achten, dass ihr Blutzucker möglichst gut eingestellt ist. Dann kann keine diabetesbedingte Fettleber entstehen.
Zusätzlich kann man seine Leber mit natürlichen Heilmitteln unterstützen. Mariendistel ist das "Leberkraut", das hilft, die Leber zu schützen.

Fettleberhepatitis

Die Fettleberhepatitis ist eine Entzündung der Leber, die in Folge einer alkoholbedingten Fettleber auftreten kann, wenn nicht auf Alkohol verzichtet wird. Eine nicht alkoholische Fettleberhepatitis können vor allem Fettleberpatienten mit Diabetes Typ 2, starkem Übergewicht oder Störungen des Fettstoffwechsels entwickeln. Die Betroffenen sind meist über 50 Jahre alt.
Die meisten Patienten mit Fettleberhepatitis haben keine Symptome. Einige berichten über Müdigkeit und Leistungsabfall, andere über leichte Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und eine Gelbfärbung der Haut.
Wenn Patienten mit einer alkoholbedingten Fettleberhepatitis ihren Alkoholmissbrauch fortsetzen, gehen sie ein hohes Risiko ein, an einer Leberzirrhose zu erkranken. Etwa 40 Prozent von ihnen entwickeln innerhalb von neun Jahren eine solche Schädigung der Leber. Eine Leberzirrhose kann bis zu völligem Leberversagen führen. Deshalb sollte bei Diagnose einer Fettleberhepatitis sofort auf Alkohol verzichtet werden.
Für Patienten mit einer nicht alkoholisch bedingten Fettleberhepatitis liegen noch keine verlässlichen Daten vor. Allerdings sieht es so aus, als sei ihr Risiko geringer, eine Leberzirrhose zu entwickeln.