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Lactobacillus


Was ist Lactobacillus?
Lactobacillus ist ein Bakterium aus der Familie der Milchsäurebakterien. Lactobazillen produzieren Milchsäure durch die Vergärung von Kohlehydraten. In vielen Milchprodukten, wie etwa Joghurt oder auch in Sauerkraut, sind Lactobazillen enthalten. Probiotika sind eine Unterart der Milchsäurebakterien. Sie unterscheiden sich von den übrigen Arten dadurch, dass sie gegen Magensäure widerstandsfähig sind und an den Saumzellen der Dünndarmschleimhaut besser haften. Zu den Probiotika gehören neben Lactobazillen auch Bifidobakterien, Oxalobacter formiganes und Spezielhefen. Das Lactobacillus acidophilus ist besonders säureresistent. Lactobazillen sind stäbchenförmig und besitzen keine Sporen.
Was bewirkt Lactobacillus?
Lactobacillus stoppt die Coli-Bakterien
Coli-Bakterien sitzen vor allem im Dickdarm, wo sie nützliche Aufgaben wie das Verwerten von unverdaulichen Nahrungsbestandteilen übernehmen. Im Dünndarm sind sie unerwünscht. Probiotika wie Lactobacillus säuern den Darmbrei im Dünndarm an und sorgen dafür, dass Coli-Bakterien nicht in den Dünndarm aufsteigen können.
Lactobacillus sorgt für eine gesunde Darmflora
Lactobacillus und andere Probiotika sorgen für eine gesunde Darmflora. Diese ist vor allem für das Immunsystem des Menschen von entscheidender Bedeutung. Probiotika sorgen für eine saure Umgebung im Darm, indem sie Milch- und Essigsäure produzieren. Krankmachende Bakterien, die in einer basischen oder neutralen Umgebung wachsen, werden gestoppt.
Lactobacillus stärkt das Imunsystem
Probiotika stoppen nicht nur Krankheitserreger. Sie regen auch die Immunabwehr des Körpers an, die zum größten Teil im Darm sitzt. So können Krankheitserreger vernichtet und der Ausbruch von Krankheiten verhindert werden. Lactobacillus & Co stärken das menschliche Immunsystem also gleich doppelt.
Lactobacillus hilft bei Milchzuckerunverträglichkeit
10 bis 20 Prozent der Menschen in Mitteleuropa leiden an Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz). Ihnen fehlt das Enzym Laktase zur Verarbeitung des Milchzuckers aus der Nahrung. Der Milchzucker kann im Dünndarm nicht aufgespalten werden. Wird keine kuhmilchfreie Diät eingehalten, leiden die Betroffenen unter Beschwerden wie Blähungen und chronischem Durchfall.
Milchsäurebakterien vergären einen großen Teil des Milchzuckers und stellen damit einen Ersatz für das Enzym Laktase dar. Viele Menschen mit Laktose-Intoleranz sind bei ausreichender Zufuhr von Probiotika beschwerdefrei.
Lactobacillus in der Krebsvorbeugung
Probiotika können möglicherweise vor Krebs schützen. Verschiedene wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Lactobacillus acidophilus die Konzentration von krebserregenden Substanzen im Darm senken kann.
Wie kann ich Lactobacillus zu mir nehmen?
Lactobacillus ist in einigen Milchprodukten wie z.B. Joghurt enthalten. Allerdings ist die Menge meist recht gering. Zudem kann die Konzentration der Bakterien im Produkt nicht gesichert angegeben werden, da sie je nach Transportart und Kühlung schwankt. Spezielle Probiotika-Präparate enthalten Lactobacillus in konzentrierter Form. Die Milchsäurebakterien können ihre heilsame Wirkung optimal entfalten.




