Winterdepression

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Winterdepression

Winterdepression

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Was ist eine Winterdepression?

Winterdepressionen sind Depressionen, die jährlich in der dunklen Jahreszeit auftreten. In Deutschland sind etwa 800.000 Menschen von Winterdepressionen betroffen, viermal so viele Frauen wie Männer. Die Winterdepression wurde in Deutschland erst in den letzten Jahren als eigenständige Krankheit ernst genommen. In anderen, nördlicherer gelegenen Ländern ist das Problem schon länger bekannt. In den Mittelmeerländern dagegen existiert praktisch keine Winterdepression.

Was sind die Ursachen einer Winterdepression?

Die Hauptursache der Winterdepression ist vermutlich der Lichtmangel im Winter verbunden mit den niedrigen Temperaturen. Wenn der Körper wenig Licht bekommt, kann das die Funktion der Zirbeldrüse stören, die für die Produktion des Schlafhormons Melatonin zuständig ist. Außerdem glauben Wissenschaftler, dass die Winterdepression wie eine normale Depression mit einer Störung des Serotoninhaushalts im Körper zusammenhängt.

Was sind die Symptome einer Winterdepression?

Johanniskraut bei Depressionen

Typische Symptome einer Winterdepression sind

  • Gesteigerter Appetit, v. a. auf Süßes (im Gegensatz zur normalen Depression, die sich durch Appetitlosigkeit auszeichnet)
  • Antriebslosigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Unausgeglichenheit
  • Müdigkeit besonders am Morgen, erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Vernachlässigung sozialer Kontakte

Wie wird eine Winterdepression behandelt?

Eine Winterdepression wird häufig mit der so genannten Lichttherapie behandelt. Dabei setzt sich der Patient morgens und abends vor ein speziell entwickeltes starkes Lichtgerät. So wird der Tag künstlich verlängert. Zusätzlich sollten Betroffene versuchen, sich viel im Freien zu bewegen, auch wenn dies gerade bei einer Depression schwer fällt.

Handelt es sich um eine schwerere Form der Winterdepression, werden Antidepressiva eingesetzt. Bei leichten und mittleren Winterdepressionen können auch natürliche Präparate hilfreich sein. Johanniskraut ist ein hervorragendes pflanzliches Antidepressivum, das helfen kann, der Winterdepression zu entkommen.

Wie verläuft eine Winterdepression?

Winterdepressionen können in jedem Winter wiederkommen. Werden sie allerdings richtig therapiert, treten bei den meisten Patienten keine Symptome mehr auf.

Wie kann ich einer Winterdepression vorbeugen?

Zur Vorbeugung einer Winterdepression dient vor allem Bewegung im Freien, damit der Körper ausreichend Tageslicht bekommt. Zusätzlich kann man bei einer starken Winterdepression vorbeugend chemische Antidepressiva und bei einer Neigung zu depressiven Verstimmungen Johanniskrautpräparate einnehmen. Johanniskraut kann der Entstehung einer Winterdepression oder einem neuen Depressionsschub vorbeugen.