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Depressive Verstimmungen


Die Welt, in der Menschen mit Depressionen leben, ist meist "farblos" und sehr "eng". Da gibt es wenig Platz für Freude, Hoffnung oder Zukunftspläne.
Im Gehirn der Betroffenen ist die Informationsübertragung zwischen den Neurotransmittern oft gestört und der Serotonin-Spiegel erniedrigt. Ein häufiger Grund, weshalb Depressions-Kranke niedergeschlagen und traurig sind. Sie sind Gefangene eigener Gedanken, die sich hauptsächlich an vergangene Niederlagen oder Verluste haften und die Möglichkeit einer Veränderung für die Zukunft gar nicht zulassen. Wenn solcher Zustand länger besteht, beginnt das körpereigene Gedächtnis die negativ geladenen, emotionellen Empfindungen zu konditionieren.
Die neuesten Erfahrungen der Psychoneuroimmunologie zeigen, dass negative Gedanken und Niedergeschlagenheit das Immunsystem schwächen und ein Tor für somatische Leiden öffnen können. Drogen-, Alkohol- oder Schlafmittelabusus kann den Zustand noch zusätzlich verschlechtern. Auch soziale Isolation und Verlust von Bezugspersonen wirken sich ungünstig auf den Krankheitsverlauf aus.
Altersdepression
Da der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung stark zunimmt, ist es nicht verwunderlich, dass auch die Zahl psychischer Erkrankungen im Alter steigt.
10 bis 45 % der älteren Menschen leiden unter Depressionen. Auch die Tendenz zum Suizid nimmt mit dem Alter zu. In den meisten Industrieländern ist die Suizidrate bei Männern über 65 Jahre am höchsten.
Folgende Faktoren können eine Altersdepression begünstigen:
- Veränderter Hirnstoffwechsel
- Depression als Begleiterscheinung von Demenz, Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebs
- Nährstoffmangel (bei Depressiven wurde eine zu geringe Konzentration an Vitamin B12 und Folsäure festgestellt)
- einige Medikamente
- belastende Erlebnisse wie Gesundheitsprobleme, finanzielle Probleme, Partnerverlust, schwere Erkrankungen von Angehörigen etc.
Im Prinzip sind die Symptome einer Depression im Alter ähnlich wie bei jüngeren Menschen. Oft getrauen sich jedoch Ältere nicht, ihre verschlechterte Stimmungslage zuzugeben oder diese als Krankheit zu bezeichnen.
Anzeichen einer Depression
- tiefe Traurigkeit
- nächtliches oder zu frühes Erwachen sowie Einschlafstörungen
- kein Interesse an Essen, Sex oder Arbeit
- Schuldgefühle, Gefühl der Wertlosigkeit
- Hoffnungslosigkeit
- Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Entscheidungen zu fällen oder sich an einfache Dinge zu erinnern
- chronische Müdigkeit
- Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme
- wandernde Schmerzen ohne erkennbare physische Ursache
Bei Depressiven können oft auch andere Züge zum Vorschein gelangen:
- Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit
- geringere Stresstoleranz
- aggressives, unsoziales Verhalten
- Gedanken an Tod oder Selbstmord
- Burnout-Gefühl
- außergewöhnliche körperliche Aktivitäten
Johanniskraut
Kaum eine Heilpflanze ist so gut bekannt und erforscht wie Johanniskraut (Hypericum perforatum). Bereits Hippokrates und Paracelsus beschrieben in ihren Schriften die Heileigenschaften dieser Pflanze.
Johanniskraut besteht aus ätherischem Öl, den Flavonoiden Rutin, Querzitrin und Hyperosid, Harzen, Phlobaphenen und Rhodan. Der Hauptwirkstoff Hypericin zeigt stark sedierende und antidepressive Eigenschaften.
In der jüngsten Zeit entwickelten sich hoch konzentrierte Johanniskrautextrakte zu einer bedeutenden pflanzlichen Alternative bei der Behandlung vegetativer Dystonie, Depressionen, Nervosität und Schlafstörungen.








