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Zahnungsbeschwerden
Die Zahnentwicklung, und zwar sowohl der Milchzähne als auch der bleibenden Zähne, beginnt ca. 40 Tage nach der erfolgten Befruchtung der weiblichen Eizelle.
In der 5. - 8. Schwangerschaftswoche differenzieren sich die Zahnanlagen. Man unterscheidet dabei folgende Stadien:
- Zahnleistestadium
- Knotenstadium
- Kappenstadium
- Glockenstadium
Die Ursachen des Zahndurchbruchs liegen vor allem im ansteigenden Wachstumsdruck, wobei sowohl der Zahn selbst als auch der Gesamtkiefer einem stetigen Wachstum unterworfen sind.
Die Durchbruchzeiten der Milchzähne liegen zwischen dem 6. und 24. Lebensmonat und die Durchbruchzeiten der bleibenden Zähne zwischen dem 7. und 14. Lebensjahr, wobei der Weisheitszahn mit einem erheblich späteren Durchbruch eine Ausnahme darstellt.
Die Zähne werden nach Funktion und Aufbau unterschieden:
- 1. und 2. Schneidezahn
- Eckzahn
- 2 Prämolaren (Vor- Backenzähne)
- Backenzähne
Der Zeitpunkt und die Dauer des Zahnungsvorgangs ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Der Zahndurchbruch kann für Kinder wie Eltern gleichermaßen zur Belastungsprobe werden.
Zu den charakteristischen Symptomen gehören:
- Unruhe, Weinerlichkeit, Krämpfe
- starker Speichelfluss
- Kauen an Gegenständen
- Schlafstörungen
- verminderter Appetit
- Reiben an Wangen und Ohren
- gerötetes, empfindliches Zahnfleisch
- erhöhte Körpertemperatur
Als Begleitsymptome sind folgende Beschwerden möglich:
- Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches
- Ekzeme im Gesicht
- hohes Fieber
- Diarrhoe
Bei Nichtbehandlung sind in einzelnen Fällen auch Komplikationen möglich, wie z.B. Fieberkrämpfe, sekundäre Infektionen und großflächige Entzündungen in der Mundhöhle.
Die klassische Therapie der Zahnungsbeschwerden besteht meist aus der Anwendung von topischen Präparaten und Fieberzäpfchen, die nicht selten Nebenwirkungen aufweisen.
Eine ausgezeichnete Alternative stellen homöopathischen Präparate dar, die sich seit Jahren in der Behandlung von Zahnungsbeschwerden bei Babys und Kleinkindern bewährt haben.
Weitere Hilfsmaßnahmen
- Ein Beißring gibt dem Kind die Möglichkeit, die geschwollenen und schmerzenden Stellen zu massieren. Im Handel gibt es ein breites Angebot an Beißringen, die auf Sicherheit geprüft wurden. Trotzdem sollte man darauf achten, dass insbesondere die kühlbaren Beißringe frei von PVC sind.
- Mit Brotrinde oder einem Stück Äpfel können bei Babys die Kiefer auch hervorragend massiert werden. Dabei sollte man aber stet in der Nähe sein, damit das Baby sich nicht daran verschluckt, in der Apotheke gibt es Veilchenwurzeln, die früher gerne genommen wurden. Inzwischen wird allerdings nicht mehr dazu geraten, da sich auf den Wurzeln gerne Keime ansiedeln.
- Ein zahnendes Kind verliert viel Speichel. Daher sollte ein Lätzchen oder Halstuch immer griffbereit sein.
- Wenn beim Baby die ersten Zähnchen durchbrechen, dann braucht es eine extra Portion Zuwendung und Aufmerksamkeit, Kuschelstunden, Spaziergänge und Bilderbücher lenken das Baby von den unangenehmen Schmerzen ab.
- Oft stellt sich die Frage, ob Schnuller oder Daumen jetzt abgewöhnt werden müssen. Da in diesem Alter das Saugbedürfnis noch sehr groß ist, wäre es für das Baby eine Qual, wenn es sich jetzt davon verabschieden sollte. Da die Schnullerform dem Gaumen angepasst ist, sollte man daher den Schnuller dem Daumen vorziehen.



