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Verbesserte Magenverdauung
Gelangt die aufgenommene Nahrung über unsere Speiseröhre in den Magen, wird sie dort von Enzymen in kleinere Bestandteile zerlegt. Anschließend rutscht der Nahrungsbrei in den Darm, wo er weiter verdaut wird.
Störungen der Magenmotilität werden immer häufiger als wesentliche Ursache für die Entstehung eines Magengeschwürs diskutiert. So führt ein gestörtes Zusammenspiel zwischen Magen und Zwölffingerdarm dazu, dass feste Speisen verzögert aus dem Magen entleert werden. Zu den möglichen Symptomen gestörter Magenmotilität gehören u.a.: Völlegefühl, saures Aufstoßen, Schluckauf, Magendruck und Flatulenz.
Bei geringen Magenschleimhautschäden setzt der Körper heilende Substanzen frei, welche die Fehlstellen in der Magenschleimhaut beheben. Sind diese Helfer nur unzureichend vorhanden, kann es zur Ulcusbildung kommen.
Ulcus-Prophylaxe
Jeder zehnte Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an einem Magengeschwür oder einem Zwölffingerdarmgeschwür. Bis vor wenigen Jahren wurde ein Magengeschwür als "Manager-Krankheit" bezeichnet, weil es meistens durch berufliche Belastung und durch Stress hervorgerufen wurde.
Allen Ulkuserkrankungen gemeinsam ist, dass die Schleimhaut des oberen Magendarmtraktes durch Einwirkung von Magensäure angegriffen oder zerstört wird. Das Magengeschwür entsteht durch ein Ungleichgewicht von aggressiven und defensiven Mechanismen der Magenschleimhaut. Zu den Ursachen zählen vor allem eine erhöhte Bildung von Magensäure, gestörte Magenperistaltik, Helicobacter pylori. Nikotin- und Alkoholmissbrauch, einseitige, fettreiche Ernährung, bestimmte Medikamente und Stress.
Schmerzen in der Mitte des Oberbauchs, eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel, Übelkeit, Erbrechen und Gewichtsverlust können mögliche Symptome sein.
Zu den gefürchteten Komplikationen gehören Magenblutung sowie der Durchbruch des Geschwürs durch die Magenwand. Die Diagnose erfolgt in erster Linie durch eine Gastroskopie.
Alle Speisen haben unterschiedliche Verweildauer im Magen. Bei Störungen der Motilität oder unzureichender Sekretion kommt es oft zu den stark verbreiteten Beschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit, Aufstoßen, Sodbrennen und Gastritis.
7 Regeln für eine optimale Magenverdauung
1. Langsamer essen
Der basische Speichel kann das Überangebot an Magensäure im Vorfeld neutralisieren.
2. Extremes meiden
Der Magen reagiert "sauer" auf Speisen und Getränke, die zu scharf, zu heiß, zu kalt, zu fett sind, und zu hektisch gegessen werden.
3. "Magenkiller" reduzieren
Alkohol, gegrilltes und gebratenes Fleisch, Kuchen, Marmelade, Weißmehl- und Zucker reizen die Magenschleimhaut. Daher lieber gekocht als gebraten essen. Möglichst nicht in einer Mahlzeit Knoblauch mit Zwiebel zusammen verzehren.
4. Mäßig und regelmäßig
Der Magen liebt Wärme, Ruhe und einen festen Speiserhythmus. Lieber kleinere Mengen über den Tag verteilt essen, als eine üppige Mahlzeit auf einmal.
5. Entsäuern
Wenn man auf schwerverdauliche Speisen nicht verzichten will oder kann, sollte man gegen zu starke Magenübersäuerung bereits im Vorfeld etwas unternehmen. Ein altbewährter Wirkstoff ist das Natriumbikarbonat. Auch kombinierte Mineralstoffe entlasten wirksam den Magen.
6. Die Liebe geht durch den Magen
Hektik, Aufregung und Stress schlagen auf den Magen. Entspannung und Stressbewältigung durch körperliche Betätigung oder autogenes Training tragen zum Abbau der Stresshormone bei und wirken ausgleichend auf den Solarplexus, von dem aus die Magenfunktionen vegetativ gesteuert werden.
7. Phytotherapie
Angelikawurzel, Benediktenkraut, Gänsefingerkraut, Kamille, Süßholzwurzel und Wermut fördern die Magensaftproduktion, lindern Völlegefühl, Krämpfe und Reizungen der Magenschleimhaut. Viele der Heilpflanzen, wie z.B. Kamille oder Angelika, wirken beruhigend und entkrampfend auf die gesamte Verdauung. Süßholz bildet auf der Magenschleimhaut eine Schutzschicht und ist dadurch ein wertvolles Mittel gegen Gastritis. Wermut als altbekanntes "Bittermittel" verbessert die Magensaftproduktion.



