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Piezo-elektrische Therapie

Der Piezoeffekt wurde im Jahre 1880 von den Brüdern Jacques und Pierre Curie entdeckt. Bei Versuchen mit Turmalinkristallen fanden sie heraus, dass bei mechanischer Beanspruchung auf der Kristalloberfläche elektrische Ladungen entstehen, deren Menge sich proportional zur Beanspruchung verhält.

Jedes lebende Gewebe, speziell Knochen und Knorpel, besitzen piezoelektrische Eigenschaften. Somit kann ein elektromagnetisches Feld von außen, wie z.B. von Computern, Hochspannungskabeln, oder Gewitter auf den Organismus einwirken. Anderseits sind alle Bewegungen und Beanspruchungen mit Änderungen des körperspezifischen elektrischen Feldes verbunden.

Wenn Verspannungen der Muskeln als Folge von Überbeanspruchung, Verletzung oder Gelenkerkrankung auftreten, ist in den betroffenen Körperregionen der piezo-elektrische Effekt stark erhöht: Es kommt zu Überempfindlichkeiten und Schmerzen.

Muskel- und Gelenkaffektionen

Übermäßige körperliche Anstrengung quittiert der Körper mit einer verspannten Muskulatur, Rücken- und Gelenkbeschwerden. In der Folge leidet fast jeder zweite Deutsche an schmerzhaften Affektionen des Bewegungsapparates. Sind es heute noch überwiegend die 30- bis 50-Jährigen, die am häufigsten über Schmerzen in Rücken, Hüft-, Schulter- und Kniegelenken klagen, werden es zukünftig wohl schon die 20-Jährigen und Jüngere sein.

Mangelnde Bewegung und falsches Tragen, Heben, Sitzen, Laufen oder Stehen beeinflussen diese Entwicklung. Aber auch Dauerstress oder enormer seelischer Druck können mit der Zeit zur Verkrampfung der Muskulatur und der Gelenke führen. Im Muskelgewebe wird zunächst vermehrt Laktat angehäuft. Dadurch entstehen Schwellungen der Muskelfasern sowie ein Abbau der einzelnen Muskelfibrillen. Auch Stoffwechselablagerungen durch falsche Ernährung, die zur Übersäuerung von Muskelgewebe und Unterversorgung der Gelenkkapsel führen, können an schmerzhaften Gelenkirritationen beteiligt sein.

Die klassische Behandlung umfasst hauptsächlich physiotherapeutische Maßnahmen (warme Bäder, Sauna, Lockerungsmassage, Dehnungsgymnastik). Starke körperliche Aktivitäten (insbesondere Leistungssport) sind dabei kontraindiziert.

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