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Enzymtherapie bei Sportverletzungen

Verletzungen mit nachfolgender Schwellung und Schmerz gehören zu unserem Alltag. Sportler erleiden häufig in Bezug zu ihrer Betätigung spezifische Verletzungen: Bekannt ist das Fußballerknie oder die Verletzung der Schultermuskulatur bei Speerwerfern wie es Boris Henry während der WM in Griechenland passierte. Ob beim Hobbysportler oder beim Profi: die Verletzungen müssen funktionsgerecht ausheilen, das verletzte Gewebe muss regenerieren.

Häufig sind solche Verletzungen verbunden mit Blutergussbildung: Es kommt zur Zerstörung kleinster Blutgefäße, der Inhalt dringt ins umliegende Gewebe und verursacht die typische dunkelblaue Färbung. Wir wissen, dass sich nach einigen Tagen eine Farbänderung einstellt und üblicherweise der blaue Fleck nach 2-3 Wochen verschwunden ist. Wenn nach Verletzungen, Schwellungen ggf. mit Hämatom das Enzym Bromelain eingesetzt wird, verschwinden Schwellung und Bluterguss deutlich schneller, weil offensichtlich die körpereigenen Reparaturarbeiten unter Enzymeinnahme besser (koordiniert) ablaufen.

Wichtig ist aber, dass nur aktive Enzyme eine solche Leistung erbringen. Aktivität wird gemäß den Vorschriften des Europäischen Arzneimittelbuchs im Reagenzglas untersucht und in F.I.P. Einheiten angegeben. Je höher dieser Wert, umso wirksamer das Enzym

Hobbysportler kennen besondere Probleme, nämlich Übertrainingsreaktionen oder muskuläre Schmerzen. Auch hier empfehlen Sportärzte sowie Physiotherapeuten die rechtzeitige Einnahme von Bromelain. Warum?

Beim Muskelkater kommt es belastungsbedingt zu Strukturzerstörungen der kleinsten Bausteine unserer Muskeln. Die im Rahmen der Belastung freigesetzten Proteine führen zu einer besonderen Art von Schwellung/Entzündung, die in der Fachsprache wegen des Fehlens von Bakterien als aseptisch bezeichnet wird. Das lmmunsystem ist nun gezwungen, sofort mit der Aufräumarbeit zu beginnen und dadurch fehlt möglicherweise Kapazität für Abwehrmaßnahmen. So wird verständlich, dass im Rahmen von Übertrainingsreaktionen besonders bei Ruderern und Marathonläufern Infekte der oberen Luftwege auftreten, die aus immunologischer Sicht darauf zurückgeführt werden, dass nach längerer Belastung das Immunsystem überfordert wird und Viren in dieser Phase des "open window" leichter eine Infektion hervorrufen können. Nachdem Enzyme wie Bromelain über besondere Wirkungen zur Regulation von Entzündungs- und Immunprozessen verfügen, sind derartige positive Effekte gut erklärbar.

Sportliche Tätigkeit führt zu vermehrtem oxidativem Stress. Das bedeutet: Die sportliche Leistung erfordert massive Muskelarbeit. Der Muskel braucht Energie, die er mittels seiner kleinen Kraftwerke, den Mitochondrien, in Gegenwart von Sauerstoff bereitstellt. Leider können hier bei nicht bzw. zu gering aktiven körpereigenen Enzymen sog. Freie Radikale auftreten, die dann einen Entzündungsvorgang einleiten oder aufrechterhalten. Es ist daher verständlich, wenn hier von außen zugeführte Enzyme (Bromelain) bzw. sog. Antioxidantien wichtig werden.

Die o.g. Vorgänge Schwellung/Entzündung sowie das vermehrte Auftreten von Radikalen lassen sich einfach und sicher messen, wobei das im Rahmen von Entzündungen messbare CRP schon seit Langem als typischer Laborwert nach Operationen bestimmt wird und die Höhe in direktem Bezug zur Schwere der Injektion steht. Postoperativ erhöhtes CRP wird unter Enzymgabe gesenkt.

Auch nach körperlich schwerer Arbeit steigt das CRP, aber in geringerem Maße an. Es bedarf daher einer Feinmessung (hsCRP = hochsensitives CRP). Es wird derzeit an einem Team von Profi-Radfahrern untersucht, wie stark sich solche Reaktionen unter Bromelaingabe verringern lassen. Dabei zeigte sich, dass unter Bromelaingabe die Milchsäurekurve nach rechts verschoben wird, d.h., dass trotz höherer Leistung weniger Laktat entsteht.

Über längere Zeit anhaltende Erhöhungen des hsCRP werden weltweit als z.T. signifikante Hinweise auf schwellende entzündliche Prozesse gedeutet, die bei der Atherosklerose oder in der Entstehung von Diabetes Typ II eine wichtige Rolle spielen. Entzündliche Vorgänge gelten nämlich als eine der wesentlichen Ursachen für die sog. Insulinresistenz. HsCRP (Werte von 3-9 mg/L gelten als hohes Risiko) lässt sich andererseits relativ einfach auch in einer naturheilkundlichen Praxis bestimmen und hier könnte es dann als (objektivierende) Kontrolle einer gut wirksamen Bromelain-Therapie dienen!

Fazin: Mit Bromelaingabe lässt sich also ein "metabolic tune up" = höhere Leistungsfähigkeit erreichen, die für jeden im Alltag sinnvoll wird.

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