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Benigne Prostatahyperplasie
In den meisten Fällen gehen Harnentleerungsstörungen bei Männern ab dem 40. Lebensjahr auf die benigne Prostatahyperplasie zurück.
Symptomatik
Bei der Beurteilung dieses Krankheitsbildes ist vor allem auf folgende Symptome zu achten:
- Harndrang
- abgeschwächter Harnstrahl
- verzögerter Miktionsbeginn
- Unterbrechung des Harnstrahls
- verlängerte Entleerungszeit
- schmerzhafter Druck
- Harnnachträufeln
Eine sorgfältige Anamnese liefert Hinweise über den Schweregrad und die Häufigkeit der Prostata-Beschwerden. Ein wichtiges Instrument dabei ist das internationale Prostata-Symptom-Score (I-PSS). Aus dem Ergebnis können weitere diagnostische und therapeutische Schritte eingeleitet werden.
Die rektale Prostata-Untersuchung und die invasiven Behandlungsmethoden wie Ballondilatation, Hyperthermie, Laser, Transurethrale Resektion sind zwar nur dem Arzt vorbehalten, doch können Heilpraktiker in den Stadien l bis II der Prostatahyperplasie wirksame präventive Maßnahmen ergreifen und damit vielen Männern einen operativ-instrumentellen Eingriff ersparen.
Studien
Aktuelle Forschungsergebnisse rund um die Prostata werfen ein neues Licht auf dieses weit verbreitete Männerleiden.
US-Forscher widerlegten mit einer Studie den Mythos, wonach häufiger Sex Männer vor Prostata-Erkrankungen schützt (Urology 61, 2003, 348). Die Forscher erhoben die Ejakulationshäufigkeit von 2115 Männern im Alter von 40 bis 79 Jahren und setzten sie in Beziehung zu den Prostatasymptomen der Folgezeit. Das Ergebnis: Zwar je häufiger die Samenergüsse, desto geringer das Risiko von Prostataproblemen. Allerdings: Wurde das Alter berücksichtigt, verschwand dieser Zusammenhang.
Wer viel und lange raucht, verdoppelt sein Risiko, noch vor dem 65. Lebensjahr an einer aggressiven Form von Prostatakrebs zu erkranken. Die Resultate gelten für Männer, die 40 Jahre lang eine Packung am Tag oder 20 Jahre täglich zwei Packungen rauchen, berichten US-Forscher in einer aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention".
Etwa drei Viertel der Patienten mit benigner Prostatahyperplasie (BPH) und erhöhtem Leidensdruck werden in Deutschland adäquat versorgt. Doch über ein Viertel der Männer mit moderaten Beschwerden erhalten keine Therapie. Auch viele Patienten mit schwerer Symptomatik werden nicht behandelt - betroffen ist etwa jeder fünfte Mann.
Unbehandelt kann sich aus einer gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse eine schwere bakterielle Entzündung entwickeln, die zu Infektionen von Blase und Nieren führt. Die entscheidende Frage lautet: Wie kann man die gutartige Prostata-Vergrößerung erfolgreich behandeln?
Phytotherapie
Kürbiskerne enthalten sehr viele Eiweiße, Pektine, Steroide, in geringen Mengen auch Alkaloide, Vitamine (besonders Vitamin E), Selen und hormonähnliche Stoffe. Diese greifen nachgewiesenermaßen in den Mechanismus der Harnentleerung ein. Aus diesem Grund finden phytotherapeutische Kürbisextrakte eine breite Anwendung bei der Behandlung von Prostata- und Blasenleiden.
Neben Auszügen aus Brennnesselblättern können auch Brennnessel-Wurzel medizinisch genutzt werden. Untersuchungsergebnisse neueren Datums bescheinigten therapeutische Wirksamkeit der Brennnesselwurzel bei Miktionsbeschwerden und vergrößerter Prostata.
Ob Blätter oder Wurzel - Arzneimittelpräparate aus Brennnesseln sind nebenwirkungsfrei und eignen sich daher auch sehr gut für eine Langzeitbehandlung.



